TWG Triangel Worpswede GmBH
 
Nachhaltig Bauen, Wohnen, Leben

Die Planung

Um neue Ideen durch ein qualifiziertes Planungsbüro von außen zu bekommen, haben wir das renommierte Architekturbüro Störmer Murphy & Partner, Hamburg, mit der Entwurfsplanung betraut. Hier gibt es zu dem verantwortlichen Architekten Holger Jaedicke nicht nur eine langjährige Freundschaft, sondern dieser hat auch familiäre Bindungen nach Worpswede und ist dadurch mit den Gegebenheiten des Dorfes bestens vertraut.

In einer Vielzahl von gemeinsamen Sitzungen zu Planungsalternativen und Varianten haben wir uns dann für nachstehenden Entwurf entschieden.


 


Gemäß dem Motto „Vielfalt in der Einheit“ soll ein Quartier mit einem breiten Angebot für junge
Familien, Singles und älteren Menschen entstehen, welches durch seine gestalterischen Merkmale
dem umliegenden vorwiegend heterogenen Erscheinungsbild innerhalb der neu entstehenden
Siedlung ein einheitliches und identitätsstiftendes Bild entgegensetzt.

Besonderes Augenmerk wird auf ein kostengünstiges, ökologisches und sozial vernetztes Wohnen gelegt.

Im Zentrum des Baugebietes entsteht ein zweigeschossiges Seniorenpflegeheim für 55
Menschen mit einem integrierten Kindergarten für 35 Kinder. Die Vernetzung von Jung und Alt spielt
dabei eine wesentliche konzeptionelle Rolle. Als eigenständige Einrichtungen wird innerhalb
dieses Gebäudes auch ein öffentliches Café entstehen. Das Café befindet sich direkt an der Ecke
im Blickfeld der Hauptzufahrtsstraße des neuen Wohngebiets und soll zu einem kommunikativen
Treffpunkt werden.

Umliegend um das Kerngebäude werden in der Mantelzone 20 Doppelhäuser, 6 Reihenhäuser und
5 Wohnhäuser mit je 4 Wohnungen entstehen. Die städtebauliche Anordnung der Häuser ist so organisiert,
dass sich eine starke Nachbarschaft z.B. durch die Ausbildung von Hausgruppen um Höfe herum
bilden kann.

Das neue Quartier soll vorwiegend als grüne und offene Siedlung gestaltet werde. Die
verkehrsberuhigten Straßen werden als Spielstraßen ausgebildet und bieten damit
einen weiteren Baustein, um das Miteinander zu fördern. Zudem gibt es unterschiedliche Zonen von
öffentlichen Bereichen (Straßen), halböffentlichen Bereichen (Höfen) und privaten Bereichen
(Gärten).

Im Norden befindet sich zusätzlich eine Grünfläche, die der Naherholung dient und zu
gemeinschaftlichen Zwecken den Bewohnern zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist das Gebiet
durch Wegeverbindungen mit dem angrenzenden Wald verbunden.

Die Doppel‐ und Reihenhäuser haben als identitätsgebende Merkmale einen gemeinsamen
Entwurfsgedanken, wobei das Innere des Kerns, gebildet durch die sich
gegenüberliegenden Giebelflächen, von einem schützenden Mantel, gebildet aus
den seitlichen Fassaden und dem Dach, überzogen wird. Der innere Kern ist als sichtbare Holzfassade
und der umliegende Mantel mit massiver Oberfläche aus Zementfaserplatten geplant. Auch in
Hinblick auf eine wirtschaftliche Lösung, ist die Gesamtkonstruktion in Holzrahmen bzw. ‐tafelbau
vorgesehen. Die Gebäude können dadurch in Modulbauweise im Werk kostengünstig gefertigt und der Rohbau
kann innerhalb weniger Tage aufgestellt werden.

Die 6 Reihenhäuser werden als eineinhalbgeschossige Gebäude jeweils in einer Reihe von drei
Häusern erstellt. Sie werden giebelständig und straßenbegleitend angeordnet. Durch das ca. 30°
geneigte Pultdach entsteht so über den drei Reihenhäusern ein Scheddach. Bei den Doppelhäusern wird zwischen einem kleineren (Typ 1) und einem größeren (Typ 2)
unterschieden. Bei Typ 1 bilden die niedrigen Seiten der Pultdächer die gemeinsame Hauswand. Dem
gegenüber liegt seitlich jeweils ein Appendix. Bei Doppelhaus Typ 2 ist es genau umgekehrt, so dass
die Wände der eingeschossigen Appendizes die gemeinsame Hauswand bilden und die Pultdächer
der Hauptteile gegeneinander geneigt sind. Die Dächer der Appendizes sind bei Typ 2 nach vorne
herausgezogen, wodurch sich eine Dachfläche für den Autoabstellplatz ergibt.

Die 12 Doppelhaushälften des Typs 1 haben dabei rund 110m² und die 8 Doppelhäuser des Typs 2
rund 130 m², die Reihenhäuser etwa 86 m² Wohnfläche.
Allen Häusern gemeinsam ist, dass sich im Dachbereich eine kleine Ausbaureserve für
Abstellmöglichkeiten befindet.

Um eine nachhaltige und für die Bewohner möglichst wartungsarme sowie kostengünstige
technische Energieversorgung zu gewährleisten, sollen alle Häuser über ein im Seniorenpflegeheim
zentral im Keller befindliches Blockheizkraftwerk mit Wärme versorgt werden. Die Reihen‐ und
Doppelhäuser werden dabei mindestens im KFW 55 Standard erstellt.